Unterrichten: Was man von Einsteigern lernen kann ….

Ich gebe immer wieder mal Einstiegskurse in HTML, CSS oder auch in PHP. Und es ist immer wieder spannend und – auch für mich – lehrreich. Dass ich dabei so viel lernen kann, musste ich auch erst einmal kapieren.

Ganz zu Anfang meiner Trainingstätigkeit habe ich sogar den Einstieg ins Internet vermittelt. Dabei habe ich mühsam versucht, den Teilnehmern den Unterschied zwischen einer Internet-Adresse und der Suche in einer Suchmaschine beizubringen. Die tippten einfach in die Adresszeile die Suchbegriffe oder in das Feld der Suchmaschine die Adresse.

Ein paar Jahre später kam das als Feature im Chrome an: in der Adresszeile kann man eine Adresse eingeben, aber auch direkt Suchbegriffe, die dann mit der Standardsuchmaschine gesucht werden.

Oder meine CSS-Kurse. Als ich zum ersten Mal bei dem Thema CSS-Hintergrundbilder gefragt wurde, wie man die in der Größe verändert, erklärte ich, nein, das geht nicht .. und dachte bei mir, die haben einfach den Unterschied zwischen HTML-Bildern und CSS-Bildern nicht verstanden, die einen kann man skalieren und die anderen nicht.

Mittlerweile haben wir natürlich background-size für Hintergrundbilder, denn … und das ist der Punkt, den ich mittlerweile gelernt habe … denn es ist ein gerechtfertigtes Bedürfnis, Hintergrundbilder zu skalieren (am Rande: erinnert sich jemand noch an den Trick mit den skalierten Hintergründen, indem man mit absolut positionierten übereinander verschachtelten Bereichen arbeitete?)

Deswegen nehme ich inzwischen Weile die Fragen von Einsteigern in Kursen ernster. Denn Einsteiger haben den Blick von außen, der mir manchmal verloren geht, weil ich mich so an die Macken bestimmter Techniken gewöhnt habe, dass ich denke, es müsse unabdingbar so sein.

Umgekehrt weiß ich auch, dass wenn ein neues Feature in CSS3 auftaucht, das in Fragen von Einsteigern immer wieder vorkam – dass ein solches Feature beste Chancen hat, sich durchzusetzen, weil es einem wirklichen Bedürfnis entspricht.

Aber natürlich haben Einsteiger auch nicht in allem Recht. Manche Dinge brauchen ein gewisses Maß an Komplexität, weil das, d.h. was man möchte, auch entsprechend komplex ist. (Abhilfe ist nur durch vernünftige Defaulteinstellungen möglich.)

Zurzeit beschäftige ich mich mit dem CSS3-Gridlayout-Modul, und ich glaube, dass es wirklich dem entspricht, wie man Layouts erstellen möchte. Und ich freue mich schon auf die Zeit, wo ich bei Schulungen zu CSS-Layouts nicht mehr mit einem leichten Unbehagen/mit einer leichter Entschuldigung die Funktionsweise von Floats erklären muss.

Kommentare? Gerne :-)

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